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Mit und ohne Piks: So können Sie sich vor Zecken schützen

Ein Warnschild im Wald weist auf Zecken hin
Vorsicht Zecken! Jetzt beginnt wieder die Saison für die kleinen Blutsauger. Bildquelle: WNOZ

Ab und zu blitzt der Frühling schon voll durch. Und es dauert nicht mehr lange, dann sind wir wieder vermehrt in der Natur unterwegs. Mit uns aber auch die fiesen kleinen Zecken. Und die können übrigens zustechen – nicht zubeißen.

Sie sind nicht nur lästig, sondern können im allerschlimmsten Fall auch Krankheiten wie FSME oder Borreliose übertragen. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) gehören Heidelberg, Mannheim, der Neckar-Odenwald-Kreis, der Rhein-Neckar-Kreis zu den FSME-Risikogebieten. Das bedeutet, dass in unser Gegend eine bestimmte Häufigkeit an FSME-Erkrankungen durch Zeckenstich innerhalb einer Fünfjahresperiode gemeldet wurden.

Zecken können Krankheitsüberträger sein

FSME ist die Frühsommer-Meningoenzephalistis und wird durch Viren übertragen. Gehirnhaut und das Gehirn können sich bei dieser Krankheit entzünden. Gegen FSME gibt es eine Impfung, die von den Experten Menschen in Risikogebieten empfohlen wird. Für sie sind die Impfungen dann auch kostenlos und werden von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.

Die Borreliose, genauer Lyme-Borreliose, wird durch Bakterien, die die Zecke überträgt, ausgelöst.  Eine Erkrankung lässt sich daher im Anfangsstadium gut mit Antibiotikum behandeln. Eine Impfung gibt es nicht. Borreliosen erkennt man in den meisten Fällen an einem roten Ring, der sich um die Einstichstelle bildet und wandern kann.  

Tipps gegen Zeckenstiche

  • Zecken lieben es warm, feucht und dunkel. Sie sitzen auf Gräsern, Holz und anderen Pflanzenteilen. Wer wandert, sollte deshalb eher auf dem freien Weg laufen und nicht querfeldein. Ein Irrglaube ist, dass Zecken von Bäumen fallen.
  • Kleidung schützt: Wer in Wald und Wiese unterwegs ist, sollte so wenig Haut wie möglich unbedeckt lassen. Also, geschlossene Schuhe, lange Hosen und Oberbekleidung. Auch eine Kopfbedeckung kann nicht schaden.
  • Kleidung und Körper nach Zecken absuchen. Schauen Sie auch an Körperstellen wie Achselhöhlen, im Genitalbereich, Bauchnabel, auf dem Kopf, hinter den Ohren nach.
  • Zeckenmittel können helfen. Stiftung Warentest hat die Sprays und Co. unter die Lupe genommen.

So entfernen Sie die Zecke

Und wenn die Zecke Sie doch gefunden und zugestochen hat, entfernen Sie den kleinen Vampir schnell, das mindert das Krankheitsrisiko für Borreliose. FSME wird von der Zecke allerdings sofort übertragen. Mit einer Pinzette sollten Sie das Tier direkt über der Haut und mit leichten Drehbewegungen vorsichtig herausziehen. Auf keinen Fall quetschen!

Tipps wie Klebstoff oder Öl als Hilfsmittel sollten Sie lieber nicht beachten. Die Einstichstelle nach dem Entfernen der Zecke zu desinfizieren ist dagegen ein guter Ratschlag. Beobachten Sie die Haut und gehen Sie bei Auffälligkeiten zum Arzt.  

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