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Advent – Zeit für alte und neue Traditionen

Für viele ist es die schönste Zeit im Jahr: die Adventszeit. Wir haben Spannendes und Interessantes über den Advent gesammelt. Zum Beispiel, was es mit dem Frauentragen und dem Adventskalender auf sich hat.

Jetzt ist die kalte und gemütliche Zeit des Jahres da: Das bedeutet Kerzen, Kuscheldecken, Plätzchen und Weihnachtsbasteln. Wenn Familien gemeinsam in aufgewärmten Stuben heißen Tee genießen, die verfrorenen Füße nach dem gemeinsamen Spaziergang wärmen, während die Winterkleidung über dem Treppengeländer oder der Heizung trocknet. Eine Zeit, die schon von je her allein wegen der Wetterbedingungen die Familien ein Stück näher zusammenbringt und in einem Wort zusammengefasst werden kann: Advent. In diesem Jahr dauert die Adventszeit vom 29.11. bis natürlich zum 24. 12..

Wortherkunft des Advents

 Sprachgeschichtlich leitet sich Advent vom Mittelhochdeutschen (Mittelalter) „advente“ und ursprünglich aus dem Lateinischen „advenire“ ab, das direkt übersetzt „ad“ (hinzu) und „venire“ (kommen) – also „hinzukommen“ bedeutet.

Das lateinische Wort hat in der christlichen Kirche die tradierte Bedeutung von „Vorbereitung für die Feier der Ankunft Christi“ erhalten. Seitdem beginnt auch das neue Kirchenjahr jeweils am ersten Advent. Eine Zeit also, die nicht nur international auf jedem Kontinent eigene Traditionen beinhaltet, sondern auch regional ganz viele Färbungen und Bräuche trägt.   

Alte Bräuche und ganz neue Trends

Auf die Frage, was zu dieser Zeit dazu gehört, sind die Antworten so verschieden, wie die Kulturen selbst. Basteln die Familien hier gemeinsam Adventskränze, backen Plätzchen von Apfelbrot bis Zimtsterne, verzieren Lebkuchenhäuser, gestalten bunte Dekorationen für das ganze Heim – pflegen andere Gemeinden und Kulturen gewisse Rituale, ohne die es keine richtige Vorweihnachtszeit ist.

So gibt es beispielsweise die Tradition des „Frauentragens“ – ein religiöser Brauch, bei dem die Herbergssuche von Maria und Josef nachempfunden wird, indem eine Marienstatue von einer Wohnung zur anderen getragen und dort für eine gewisse Zeit auf einem kleinen Hausaltar aufgestellt wird.  Auf einen weiteren Brauch freuen sich vor allem Kinder und so manche werden hierbei an das Süßigkeitensammeln an Halloween erinnert. Jedoch ist diese Tradition weitaus älter und ist vor allem in Süddeutschland noch bis heute weit verbreitet. An diesem „Klopferstag“ ziehen Kinder mit einem kleinen Hämmerchen durch die Straßen und melden sich mit einem Hammerklopfen an den Häusertüren an. Dort singen sie dann ein Weihnachtslied und bitten um Nüsse oder ein paar Plätzchen.

Stroh legen im Advent

In wieder anderen Regionen gehört das „Strohhalmlegen“ zum festen Kanon in der Vorweihnachtszeit. Wenn ein Kind eine gute Tat vollbracht hat, darf es einen Strohhalm in die aufgebaute – und anfänglich noch leere – Weihnachtskrippe legen, die hoffentlich bis zum Heiligabend mit viel Stroh befüllt ist.

Überregional verbreitet sind natürlich jegliche Verzierungen traditionelles Zubehör rund ums und im Haus, wie der schöne Advents-Türschmuck, der Adventskranz und nicht zuletzt der Adventskalender. Bei letzterem gibt es immer wieder neue und ausgefallene Varianten für jeden Geschmack (von Bier- bis Kaffee-Kalender) und auch für jedes Hobby, wie beispielsweise den „Saatkalender“ für ambitionierte Hobbygärtner mit Samen der verschiedensten Gewächse und Gemüsesorten. 

Regionale Händler mit großem Angebot

Damit die Vorweihnachtszeit auch wirklich bei jedem gelingt, werden bei regionalen Händlern mit einer umfangreichen Produktpalette alle Wünsche erfüllt – mit der Hilfe von Floristen, Gastronomen, Bastelstuben, Stoff- und Wollläden, Buchhandlungen, Bekleidungsgeschäfte und viele Branchen mehr, steht dem Fest der Liebe und einer besinnlichen Vorweihnachtszeit nichts mehr im Weg.

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