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Die Erdbeere: Ein Multitalent für Körper und Seele

Zum Saisonauftakt der Erdbeerzeit hat extra bei unseren Landwirten und Gastronomen wertvolle Tipps und Anregungen für Sie gesammelt.

Die Tage werden länger und die Sonne verbreitet immer mehr mit ihren wohltuenden Strahlen gute Laune. Jetzt ist auch die Natur wieder aus ihrem Winterschlaf erwacht und schenkt uns ihre besten saisonalen Erzeugnisse – so ganz aktuell neben dem Spargel vor allem die heiß geliebten Erdbeeren. Schon allein die prächtig rote Farbe, der fruchtig verführerische Duft und der erfrischend herrliche Geschmack beim ersten Biss verheißt Sommer, Leichtigkeit und pure Lebensfreude. Nicht nur kulinarisch hat die ersehnte Erdbeerenzeit viel zu bieten, sondern auch in den Bereichen Gesundheit und Wellness erlangt die rote Frucht immer mehr an Bedeutung. Doch was genau hat es geschichtlich mit dieser süßen Verführung auf sich und ist die Erdbeere botanisch gesehen wirklich eine Frucht?

Überraschend „fruchtig“?

Gattungstechnisch gesehen, zählen die Erdbeeren (Fragaria) zu der Familie der Rosengewächse und werden daher von Biologen und Botanikern auch gerne als „Scheinfrucht“ bezeichnet. Ihre Geschichte lässt sich bis zur Steinzeit zurückverfolgen und ab dem Mittelalter gab es in Deutschland zunehmend immer mehr große Felder, auf denen zunächst die kleinen „Walderdbeeren“ kultiviert wurden. Dies änderte sich dann im 18. Jahrhundert (1750), als die zufällige Kreuzung der Scharlach-Erdbeere aus Nordamerika mit der Chile-Erdbeere die gängige und vorrangig bis heute in Europa gezüchtete „Gartenerdbeere“ etablierte.

Wirtschaftliche Bedeutung

Die Gartenerdbeere zeichnet sich vor allem durch ihre Größe aus und besitzt wie alle ihre Artgenossen die vielen kleinen gelben Nuss-Samen auf ihrem Fruchtfleisch, weshalb sie in Fachkreisen nicht zu den Beeren, sondern fachlich richtiger zu den „Sammelnussfrüchten“ zählt. Auch wirtschaftlich gesehen macht die Erdbeere trotz ihres vorwiegend saisonalen Anbaus von Mai bis August den traditionellen Obst- und Gemüsesorten durchaus Konkurrenz. Mit weltweit jährlich etwa 9 Millionen Tonnen – und davon allein in Deutschland rund 150 000 Tonnen – rangiert die Erdbeere laut der Statistik in Deutschland nach den Äpfeln auf dem zweiten Platz.

Die Erdbeere als Allrounder bei Gesundheit und Wellness

Zählt die Erdbeere also seit Jahrzehnten zu einer der beliebtesten „Obstsorten“ nicht nur in Deutschland, so wurde sie in den vergangenen Jahren auch von Ernährungswissenschaftlern, Kosmetikern und Medizinern aufgrund ihrer wertvollen Vitamine und Mineralstoffe entdeckt. Eine sommerliche Köstlichkeit, die wegen ihres hohen Wasservolumens in Relation zur vorhandenen Kalorienanzahl selbst im Rahmen einer Diät unbeschwert und ohne schlechtes Gewissen zu genießen ist. Hier ist sie vor allem als „schlankmachende Vitamin-C-Bombe“ bekannt, die dennoch mit einem hohen Gehalt an Ballaststoffen (Pektinen und Zellulose) aufwartet und als weiteren Pluspunkt verdauungsanregend ist. Ihr enormer Vitamin-C-Gehalt liegt tatsächlich über dem von Zitronen und Orangen. Zudem verfügt die Erdbeere über einen hohen Anteil an Folsäure, die vor allem für Schwangere wichtig ist und nicht zuletzt deshalb in Italien durchaus der Brauch herrscht, einer Frau bei erhöhter „Erdbeerlust“ eine Schwangerschaft zu prophezeien. Aber auch vorbeugenden Einfluss auf Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden der roten Frucht attestiert. Ein Grund mehr, die regionalen Bauern-, Hof-, und Supermarktstände zu besuchen, um die Erdbeersaison voll auszuschöpfen.

Lagerung: Die Erdbeere ist eine sensible Frucht

Die besten Tipps für eine adäquate Bewahrung von Lebensmitteln erhalten Sie natürlich immerzu beim Produzenten vor Ort, der in diesem Fall empfiehlt, die Erdbeeren relativ schnell zu verwerten. Im Kühlschrank halten sie sich bis zu zwei Tage. Deshalb werden unsere Gastronomen nicht müde und lassen sich ihrerseits auch immer neue Erdbeer-Gerichte einfallen und verraten Ihnen auch ab und an ihre traditionellen Rezepte und Zubereitungstipps.

Zubereitung von Erdbeeren

Ein wichtiger Hinweis von Landwirten und Gastronomen betrifft vor allem das richtige Waschen, das viele leider immer noch falsch machen. Denn Erdbeeren sollten niemals unter einem fließenden Wasserstrahl gesäubert werden, sondern in stehendem Wasser in einem flachen Behältnis. Erst danach sollten der Stiel und die Kelchblätter entfernt werden (sonst tritt zu viel Wasser in die Frucht ein). Bei der Zubereitung ist der Phantasie freier Lauf gelassen, ob nur mit einer Prise Zucker bestreut, in einem erfrischenden Obstsalat, als Erdbeereis, Kuchen, Buttercreme, als flüssiges Dressing für den Salat oder deftig mit Feta-Käse. Die Ideen unserer Gastronomen sind unendlich kreativ und grenzenlos. Lassen Sie sich beraten und in der Erdbeersaison regional von dem großen Angebot verwöhnen – pandemiebedingt natürlich mit Abholservice oder beim Einkauf unter den geltenden Hygienemaßnahmen.

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