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Gesundheit im Zeichen des Klimawandels

Am 7. April wird mit dem Weltgesundheitstag in Deutschland seit 1954 an die Gründung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 1948 erinnert. Jedes Jahr steht ein Gesundheitsthema von besonders aktueller Relevanz im Mittelpunkt. Damit sorgt die Organisation für eine entsprechende Wahrnehmung mancher Erkrankungen und gibt Tipps zur Prävention.

Die Themen des Weltgesundheitstages

Die verschiedenen Themen, auf die jährlich ein besonderes Gewicht gelegt wird, variierten über die Jahrzehnte ebenso wie die gesellschaftliche, wirtschaftliche und natürlich gesundheitliche Entwicklung der Bevölkerung. Stand der Weltgesundheitstag im Jahr 1999 noch unter dem Motto „Aktiv leben – gesund alt werden“ und im Jahr 2002 unter „Bewegung“, änderten sich ebenso, wie die globalen Entwicklungen, die akut wichtigen Themen. Entsprechend stand der Weltgesundheitstag schon 2007 im Zeichen von „Infektionskrankheiten“, 2009 war es das „Katastrophenmanagement“, 2017 „Depressionen“. Im vergangenen Jahr 2021 wurde die „Gesundheitliche Chancengleichheit“ thematisiert.

Das Thema 2022: Klimawandel und Gesundheit

Von sommerlichen Dürreperioden, Wasserknappheit in der eigenen Ortschaft über Waldbrände, schmelzende Pole bis hin zu alarmierenden Luftwerten und ausgeprägtem Artensterben erreichen uns nahezu fast täglich neue beunruhigende Nachrichten über den Zustand unserer Lebensgrundlage – unserer Erde. Die Folgen für die individuelle Gesundheit sind gravierend und wurden deshalb in diesem Jahr von der WHO als leitendes Thema des Weltgesundheitstages ausgewählt: „Klimawandel und Gesundheit“.

Die Klimakrise ist auch eine Gesundheitskrise

Gemäß dieser Überzeugung verstärkt die WHO das dringliche Klimathema mit dem Slogan „Our planet – our health“ (Unser Planet – unsere Gesundheit), denn die sich verändernden Umweltbedingungen haben eine gewichtige Auswirkung auf die individuelle Gesundheit. Laut vieler Experten und Fachärzte muss ein schnellstmögliches Handeln greifen, da die Klimakrise eine gesundheitliche Bedrohung für die Menschheit darstellt.

Auswirkungen auf Gesundheit und Lebensqualität

Laut WHO hat der Klimawandel schwerwiegende Auswirkungen auf die Gesundheit und die Lebensqualität jedes einzelnen. Auch hinsichtlich wirtschaftlicher Aspekte sieht der jährliche Weltgesundheitstag die gesellschaftliche Leistungsfähigkeit deutlich als gefährdet an. Bereits das Jahr 2018 zeichnete als das heißeste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen aus – hier sind zwar Städte zunächst stärker betroffen, doch auch Bauern in ländlichen Regionen bemerken immer mehr die Auswirkungen, was sich nicht zuletzt auch in einer schwächeren Ernte manifestiert.

Nicht nur vulnerable Personen betroffen

Wie schon bei vielen Hitzesommern erfahren, sind es vor allem die älteren und vulnerablen Personen, die von dem Wandel betroffen sind. Menschen mit Vorerkrankungen, Arbeiter, die größtenteils tagsüber im Freien körperliche Arbeit verrichten müssen und natürlich Kleinkinder und Säuglinge.

Hitzefolgen

Neben den vulnerablen Personengruppen und den Kleinkindern können extrem hohe Temperaturen auch bei „normal gesunden“ Menschen gesundheitliche Schäden verursachen. Die WHO nennt als wahrscheinliche Folgen vor allem Herz-Kreislauf-Probleme, Hitzschläge und Hitzstiche (Sonnenstiche), Hautschädigungen infolge von erhöhter UV-Strahlung und auch hitzebedingte Todesfälle.

Veränderung der Umwelt und der Natur: Frühjahrsschnupfen verlängert sich

Die Auswirkungen des Klimawandels sind vielfältig. Hierzu zählt nicht nur eine größere Hitze, sondern auch die damit verbundenen Begleiterscheinungen im gesamten Ökosystem. Dementsprechend hat sich in den vergangenen Jahren die Pollenflugzeit und die Ausbreitung neuer Pflanzenarten drastisch verändert. Das bedeutet vor allem für die Allergiker eine dramatische Verschlechterung der Lebensqualität.

Zecken und Steckmücken

Dies gilt auch für die rasante Verbreitung von potentiell infektiösen Überträgern aus der Natur. Galten noch vor wenigen Jahren nur wenige Gebiete als Risikogebiet für infektiöse Träger wie Zecken für FSME, so haben sie sich nun deutschlandweit verbreitet. Gleiches kann über immer wieder neue übertragene Viren von Stechmücken beschrieben werden, die nicht nur für vulnerable Gruppen, sondern für alle ein potenzielles Risiko darstellen.

Überschwemmungen, Brände und Wasserknappheit

Schon längst hat uns der Klimawandel erreicht und vielen Menschen bei Überschwemmungen, Bränden und Erdrutschen von heute auf morgen die Lebensgrundlage zerstört. Deshalb ist es der WHO gerade in diesem Jahr mit dem gefassten Motto „Klimawandel und Gesundheit“ so wichtig, auf ein Thema hinzuweisen, das tatsächlich jeden betreffen kann.

Psychische Auswirkungen

Die aufgrund des Klimawandels immer öfter auftretenden extremen Wetterlagen – orkanartige Stürme mitten in Deutschland, Überschwemmungen, extreme Hitze und Brände – haben auch Auswirkungen auf die Psyche. Nicht selten entstehen nach einem solchen Ereignis plötzliche Traumata, Panikattacken, Belastungszustände und Depressionen als direkte oder erst später auftretende Reaktion. Nicht zu vergessen sind auch die Folgen von Waldbränden: Bäume spenden uns Sauerstoff und ein Waldbrand bedeutet sofort eine Belastung der regionalen Luft durch Stickstoffoxide, Feinstaub und Ozon. Als direkte Folge davon weist die WHO mögliche Atemwegs- und weitere Erkrankungen aus.

Lokale Beratung – von der Medizin bis zur Versicherung

Bei allen Fragen rund um das Thema „Klimawandel und Gesundheit“ stehen Ihnen Experten von Ärzten bis zu Apothekern beratend zur Seite.

Auch die Handwerkerzunft freut sich auf Ihre Anfragen, wissen die erfahrenen Fachleute genau, wie Sie sich am besten vor überlaufenden Kellern schützen können, falls Sie in einem risikoreichen Gebiet wohnen.

Von Hagelschaden bis zu Windschäden – erkundigen Sie sich über den optimalen Versicherungsschutz im Falle von wetterbedingten Schäden.

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