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Herbstblues – die besten Tipps gegen das Stimmungstief

Gerade waren die Tage noch lang und hell und das Leben spielte sich draußen ab. Doch gefühlt von jetzt auf gleich nimmt die dunkle Jahreszeit wieder zu und schon am Morgen klingelt der Wecker, wenn es noch dunkel und somit Schlafenszeit ist.

Gerade jetzt fällt es vielen Menschen schwer, die nötige Energie und positive Stimmung für den Tag aufzubringen. Doch woran genau liegt dieses weit bekannte Phänomen und welche Möglichkeiten gibt es, das Stimmungstief gar nicht erst aufkommen zu lassen? extra-online hat die besten Tipps für Sie gesammelt.

Das ist der Herbstblues

Der Wechsel der Jahreszeiten hat nicht nur Auswirkungen auf die Natur, sondern auch auf den Organismus des Menschen. Im Jahr 1987 erstmals diagnostiziert und erforscht, erhielt die Verstimmung zum Jahresende von Forschern einen Namen: „Saisonal abhängige Depression“ – bei Ärzten auch unter der Abkürzung „SAD“ bekannt. Hierbei handelt es sich um eine saisonal bedingte und somit abgeschwächte Version einer körperlich verursachten Depression. Die depressiven Symptome treten demnach vornehmlich in den „dunklen“ Jahreszeiten, also Herbst und Winter, auf. Als Ursache machten die Experten den Lichtmangel aus, denn dieser hat durch die fehlende Sonnenzeit gravierende Konsequenzen für den Hormonhaushalt des menschlichen Körpers.

Das Glückshormon Serotonin braucht Vitamin D als Botenstoff

Die Funktionsweise des Körpers ist mittlerweile so weit erforscht, dass die Wirkung von Hormonen eine große Bedeutung in Therapie und Praxis hat. In den vergangenen Jahren kristallisierte sich die Wichtigkeit von Vitamin D heraus, dessen Mangel recht schnell gravierende Auswirkungen auf Körper und den Geist hat. Hier hilft es zu wissen, dass dieses Vitamin hauptsächlich durch Aktivitäten im Freien und vor allem in der Sonne und im Hellen gebildet wird. Unter anderem ist Vitamin D auch ein wichtiger Botenstoff für das auch als „Glückshormon“ bekannte Serotonin. Deshalb kann eine verringerte Produktion von Vitamin D und somit auch ein sinkendes Hormonvorkommen von Serotonin bei gleichzeitiger Zunahme von Melatonin (dem Schlafhormon) erhebliche Auswirkungen auf den Alltag haben.

Lesen Sie auch: Pilze gegen den Vitamin-D-Mangel

Symptome des Herbstblues

Viele Menschen erleben gerade in letzten Monaten des Jahres Veränderungen – die häufigsten Beschreibungen und Anzeichen sind: Antriebslosigkeit, eine anhaltende und fast schon als ständig erlebte Müdigkeit, Schlafstörungen, eine schlechte bis hin zur schon depressiven Stimmung, Lustlosigkeit, Appetitlosigkeit oder im Gegenzug Heißhungerattacken auf Süßigkeiten und Kohlenhydrate sowie Probleme bei der Darmtätigkeit.

Die besten Tipps gegen den Herbstblues

Der bekannte Herbstblues muss nicht ausgehalten oder überstanden werden, sondern kann mit ein paar hilfreichen Tipps sogar verhindert oder bei den ersten Symptomen abgemildert werden.

1. Spaziergänge an der frischen Luft

Mag die Sonne zwar nicht wirklich kräftig scheinen, so ist ihre Wirkkraft auch an scheinbar diesigen und nebligen Tagen im Herbst und Winter vorhanden. Deshalb raten Experten dazu, an den Tagen auch ohne Sonne in die Natur – sprich nach draußen – zu gehen. Hier reichen schon 30 Minuten völlig aus, denn in jeder Hinsicht ist die tägliche Dosis von Tageslicht in der Kombination mit frischer Luft ein Gewinn in dieser Jahreszeit. Dies lässt sich auch in die Mittagspause integrieren. Besonders effektiv ist jedoch die sportliche Betätigung wie Joggen, Walken oder Radfahren: Der Kreislauf kommt in Schwung, der Stoffwechsel wird angekurbelt und die frische Luft und das Licht bewirken Wunder!

2. Bunte Farben in den Alltag integrieren

Um die Dunkelheit im Herbst und Winter etwas auszutricksen, können kräftige Farben im eigenen Zuhause helfen. Als besonders effektiv haben sich die Farben orange, rot und gelb erwiesen. Dies gilt übrigens nicht nur für die eigenen vier Wände, sondern durchaus auch für den Kleiderschrank beziehungsweise das eigene Outfit. Also auf zur farbigen Shoppingtour für die Wohnung, das Outfit und das fröhliche Gemüt!

3. Soziale Kontakte in Corona-Zeiten bewusst pflegen

In der sonnigen Jahreszeit gibt es viel mehr Möglichkeiten auch nach dem Arbeitstag noch Freunde zu treffen – bricht die kalte Jahreszeit ein, so schwinden auch diese Gelegenheiten. Corona verschärft diese Situation natürlich noch mehr. Dennoch hilft der Kontakt mit anderen Menschen, den Herbstblues zu vertreiben. Mit den sicheren Maßnahmen können Sie auch in Pandemiezeiten mit Freunden und Familie eine schöne Zeit erleben.

4. Den Kreislauf mit Wechselduschen anregen

Ja – da bekommt man schon beim Lesen Gänsehaut. Aus dem warmen Bett heraus und dann unter die kalte Dusche? Das kostet zunächst Überwindung, aber wenn es zum ersten Mal geglückt ist, schwören alle darauf. Die Wechseldusche überlistet den Körper und er wird auf der Stelle wach und fit – der Kreislauf wird angeregt, es macht fit und sorgt mit vergleichsweise simplen Mitteln für gute Laune. Der zusätzliche Benefit: Das Immunsystem wird dadurch ebenso gestärkt.

5. Lichttherapien

Seit der Entdeckung des „Herbstblues“-Phänomens beziehungsweise der ernsteren „SAD“-Diagnose hat sich die Medizin weiterentwickelt, so dass heute viele Ärzte sogenannte „Lichttherapien“ als wirkungsvolle Maßnahme anbieten. Hierbei wird eine Bestrahlung von etwa 10 000 Lux für eine Dauer von 30 Minuten wahrgenommen. Dies entspricht einer großen Portion Sonnenlicht, jedoch ohne schädliche Nebenwirkungen wie UV-Strahlung. Für den Anfang stehen Ihnen in ihren regionalen Fachgeschäften auch Lichttherapie-Geräte für zu Hause zur Verfügung. Oder haben Sie vielleicht schon einmal über einen „Lichtwecker“ nachgedacht? Die Angebotspalette ist bunt und vielfältig, damit Sie den trüben Tagen viel Licht und Farbe entgegensetzen können.

6. Angepasste Ernährung

Wir leben in einer Welt, in der zu jeder Zeit alles verfügbar ist. Himbeeren zu Weihnachten – Kohlrouladen im Frühjahr. Eine Entwicklung, die dem eigenen körperlichen Rhythmus widerspricht und in den letzten Jahren wieder hinführt zu saisonalem Essen. Denn die Natur hält für uns genau das bereit, was in dieser Zeit auch gut für den Körper ist. Natürlich liegt der Fokus auf der ausgewogenen Ernährung, jedoch beinhalten vor allem die jetzt saisonal gereiften Nüsse für uns tatsächlich das Glückshormon Serotonin. Also spricht doch nichts gegen einen Sonntagsspaziergang mit der Familie im Wald, wo gemeinsam Nüsse gesammelt werden. Dabei tanken Sie nicht nur Vitamin D, sondern nehmen auch gesunde Nährstoffe auf und erleben eine tolle Zeit mit der Familie und Freunden.

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