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FRESSNAPF Tier-Tipp: Streicheleinheiten für den Hund

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Nicht nur der beste Freund des Menschen liebt die Kuscheleinheit – einen Hund zu streicheln, kann sogar den Blutdruck senken.

Wer sagt, Glück könne man nicht anfassen, hat noch niemals einen Hund gestreichelt – so lautet eine treffende Kalender-Weisheit.

Dass es dem Menschen guttut, Hunde zu streicheln, ist bekannt. Das Streicheln und die Berührungen bauen nämlich Stress ab und können sogar den Blutdruck senken. Verantwortlich für dieses Wohlbefinden ist unter anderem das Kuschelhormon Oxytocin, das bei Berührungen und auch bei Blickkontakt zwischen Mensch und Hund auf beiden Seiten ausgeschüttet wird.

Streicheln will gelernt sein

Aber kann man auch Fehler beim Hundestreicheln machen? Jeder Hund hat eigene Vorlieben beim Streicheln, doch gibt es einige Körperstellen, die fast alle Fellnasen mögen: Berührungen am Brustkorb an der Körperseite und an der Schnauze entlang mögen die meisten Hunde. Empfindlich sind dagegen viele Vierbeiner an Rute und Pfoten, vor allem, wenn sie es nicht gewohnt sind, dort angefasst zu werden.

Auch Umarmungen mag nicht jeder Hund. Fast noch wichtiger als die Tatsache, wo man einen Hund streichelt, ist die Frage, in welcher Situation man es am besten tut. Wenn Hunde beispielsweise in eine neue Umgebung kommen und gerade darauf konzentriert sind, alles einzuordnen, wenn sie einen anderen Hund treffen, ins Spielen oder Schnüffeln vertieft sind, wollen sie nicht angefasst werden. Sie drehen dann den Kopf zur Seite oder gehen weg. Auch beim Fressen sollte man sie nie stören. Das Streicheln ist ein wichtiges Mittel der Kommunikation zwischen Mensch und Hund. Streicheln Sie Ihren Hund ruhig viel, aber nicht gedankenlos, sondern ganz bewusst.

Starre Streichel-Regeln gibt es nicht

Bereits Welpen suchen engen Körperkontakt zu ihren Wurfgeschwistern und sind daran gewöhnt, von ihrer Mutter berührt zu werden. Körperliche Nähe ist sowohl bei Wölfen im Rudel als auch bei einander nahestehenden Hunden ein wichtiges Ritual, um die Stabilität des sozialen Gefüges zu sichern.  Starre Streichel-Regeln gibt es nicht. Wichtig ist, dass jeder Hundehalter seinen Vierbeinerbeobachtet und mit dessen Körpersprache vertraut ist: Dreht das Tier den Kopf zur Seite, duckt sich oder geht weg, möchte es nichtan gefasst werden. Und das gilt es, in jedem Fall zu akzeptieren.

Das Streicheln ist nicht nur für das Wohlbefinden von Menschen und Hunden gut, sondern kann auch gut bei der Hundeerziehung eingesetzt werden: zum Beispiel als Bestätigung, wenn der Hund nach dem Rufen angelaufen kommt. Ist der Hund aber aufgeregt, bellt jemanden an oder springt unerwünscht an einem hoch, sollte man ihn nicht streicheln.

Streicheln: Auch mal Nein sagen

Auch wenn ein Hundehalter alles richtig macht, muss er akzeptieren, dass es verschmuste und weniger verschmuste Hunde gibt. Das hat nicht unbedingt etwas damit zu tun, wie ein Tier aufgewachsen ist, sondern kann einfach an seinem angeborenen Charakter liegen. Wenn der Hund sich in sein Körbchen zurückzieht, bringt es nichts, ihn zu weiteren Streicheleinheiten aufzufordern. Im Gegenteil: Eine solche Aufdringlichkeit schadet eher dem Vertrauen zwischen Tier und Mensch. Maß halten sollte man bei Hunden, die ihren Halter stark bedrängen, weil sie gestreichelt werden wollen. Vielleicht spielt hier Eifersucht auf andere Haustiere oder Menschen eine Rolle. In jedem Fall versucht der Hund, Sie zu manipulieren. Hier heißt es, stark zu bleiben und nicht auf jeden Streichelwunsch des Hundes einzugehen.

Anders verhält es sich in Ausnahmesituationen, wenn der Hund zum Beispiel ängstlich ist. Das ist bei den Vierbeiner oft bei Gewitter der Fall. Wenn sich ein Hund zitternd an den Menschen drückt, dann ist die beste Lösung, den Hund zu umfassen. Zeigt der Hundehalter Präsenz udn strahlt Ruhe aus, dann beruhigt sich auch der Vierbeiner.

Aller Theorie zum Trotz: Hunde sind individuell mit ganz eigenen Vorlieben. Die Intuition des Hundebesitzers ist in den meisten Fällen die richtige – Streicheln tut Mensch und Hund gut.

FRESSNAPF Dossenheim, Gewerbestraße 9 (im Gewerbegebiet), 69221 Dossenheim, Tel: 06221 8786922, geöffnet montags bis samstags 9-20 Uhr.

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